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Hochzeitsparadiese Saarland

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Saarland: Eine Region mit Sympathiefaktor
Eine Reise in das Saarland ist eine Begegnung mit einer wechselvollen Geschichte, einmaliger Landschaft und Küche. Das Saarland grenzt im Nordosten an Rheinland-Pfalz, im Südwesten an Frankreich und mit seiner Westspitze an Luxemburg.
In den letzten 200 Jahren wechselte das Land insgesamt achtmal seine Staatszugehörigkeit. Die geschichtlichen Zeugnisse im Land reichen jedoch weit über diese Zeit hinaus zurück. Zahlreiche Funde aus keltischer und gallo-römischer Zeit prägen heute das Erlebnis Vergangenheit und Geschichte.


Es gibt viel zu sehen und zu erleben: Wandern lässt es sich im Saarland beispielsweise ganz ausgezeichnet, sei es nun im Naturpark Saar–Hunsrück oder im UNESCO-Biosphärenreservat Bliesgau. Wassersport und Badevergnügen für die ganze Familie versprechen der Bostalsee und der Losheimer See. Und wer gerne per Rad die Landschaft erkundet, dem bietet das Saarradwegenetz beste Voraussetzungen für ungetrübtes Radelvergnügen. Ein besonderes Erlebnis bietet jedoch die saarländische Küche. Das Angebot ist riesig: Angefangen bei gutbürgerlicher Küche, über verschiedenen Spezialitätenrestaurants bis hin zur Spitzengastronomie. Reisen und Schlemmen – im Saarland kein Problem!

Eine „kleine“ Hauptstadt
Mit rund 190.000 Einwohnern gehört Saarbrücken zu den „kleinen“ unter den deutschen Großstädten, das macht die saarländische Landeshauptstadt auf angenehme Weise überschaubar und sympathisch. Die Barockbauten des Baumeisters Friedrich Joachim Stengel, entstanden in der Blütezeit im 18. Jahrhundert, prägen noch heute das Stadtbild: Das Saarbrücker Schloss mit seinem Ensemble, die Ludwigskirche sowie der St. Johanner Markt um den Brunnen bilden einen Dreieck und gehören daher zum Pflichtprogramm.


Der St. Johanner Markt mit seinen Boutiquen, Kneipen, Bistros und Restaurants ist das Herzstück des Saarbrücker Lebens und seit 1978 Fußgängerzone. Saarbrücken bietet alles, was man von einer Landeshauptstadt erwartet: Sie ist modernes Wirtschaftszentrum, Kongress-, Messe- und Hochschulstadt und der bedeutende Kulturplatz im Saarland. Im Sommer lädt eine Tour auf dem Radweg entlang der Saar ins lothringische Sarreguemines oder – für die Technikfreunde – mit der Saarbahn zu grenzüberschreitenden Entdeckungen. Die berühmte kulinarische Vielfalt des Landes findet sich in seiner Hauptstadt wieder: Vom Drei-Sterne-Haus von Klaus Erfort bis hin zu regionaler Landhausküche garantieren zahlreiche gastronomische Betriebe ein Fest für die Sinne.

Lust auf Begegnungen
Im kleinsten deutschen Flächenland sind die Anfahrten kurz. So lassen sich von Saarbrücken aus weitere sehenswerte Schätze der Region bequem erkunden, beispielsweise das Weltkulturerbe Völklinger Hütte oder der neu eröffnete Gondwana-Park – das Prähistorium in Schiffweiler. Auch Deutschlandlands beste Wanderwege liegen unweit von Saarbrücken. Ein Netz von Premiumwegen verspricht im gesamten Land Wandertage vom Feinsten.
„Heimliche Hauptstadt“ des Saarlandes ist Saarlouis. Gegründet wurde die Stadt 1680 vom Sonnenkönig Ludwig XIV. unter baulicher Regie von Vauban. Den Titel hat sich die Stadt wohl durch ihre lebendige Altstadt mit zahlreichen Café, Restaurants und Kneipen erworben, wo besonders in der warmen Jahreszeit mächtig was los ist. Homburg, Merzig und Neunkirchen sind beliebte Mittelstädte, die mit Ausstellungen, Konzerten und regionalen Märkten aufwarten. In den Sommermonaten vergeht kein Wochenende, an dem nicht irgendwo ein Altstadtfest oder Open-Air Konzert stattfindet. St. Wendel, im nördlichen Saarland gelegen, hat sich seit Jahren einen Namen als internationales Rad- und Motorsportzentrum gemacht. Hier lässt sich ausgezeichnet Mountainbike fahren, Golfen und Skaten.


Sie haben Fragen zu Ihrer Reise ins Saarland? Die
Tourismus Zentrale Saarland GmbH
ist Ihr Ansprechpartner für weitere Informationen oder Buchungen: Franz-Josef-Röder-Straße 17,
66119 Saarbrücken,
Tel. +49(0)681/92720-0, Fax +49(0)681/92720-40,
E-Mail: info@tz-s.de,
Internet + Fotonachweis: www.tourismus.saarland.de


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Stadt.Land.Lust. – die Region Saarbrücken
Die Region Saarbrücken macht Reisenden Lust:
auf das bunte Treiben einer liebenswerten, lebendigen Landeshauptstadt, auf Natur und Erholung in einem reizvollen Umland und auf das ganz spezielle saarländische Flair – die Kunst, die schönen Seiten des Lebens zu genießen. Lesen Sie mehr ...

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Traukirchen im Saarland: eine Auswahl

Ludwigskirche,
Saarbrücken

● auch für auswärtige evangelische Brautpaare mit entsprechender Genehmigung vom ortsansässigen Pfarrer,
● Pfarrer muss selbst organisiert werden
● für ca. 1800 Personen

Kontakt
Gemeindeamt
der Ev. Kirchengemeinde Alt-Saarbrücken
Gärtnerstraße 2, 66117 Saarbrücken
Tel.: 06 81/5 25 24
Fax: 06 81/5 12 03
Internet: www.ludwigskirche.de

Kurzbeschreibung
Ludwigskirche und Ludwigsplatz zu Alt-Saarbrücken sind in mehrfacher Hinsicht einzigartig. Hier vereinigen sich barockes Bauen, protestantische Kirchenbautheorie, ein ausgeklügeltes Maßwerksystem, zeit- und kunstgeschichtliche Aussagen in der "Place Royale"-Invention und handwerkliches Können, so dass die Ludwigskirche zu den bedeutendsten Bauwerken der Evangelischen Kirche im In- und Ausland zählt.
Der gesamte Platz wurde von der Gesamtanlage bis hin zum kleinsten Detail vom fürstlichen Generalbaudirektor und Ingenieur Friedrich Joachim STENGEL (1693 - 1787) entworfen und in den Jahren 1762 -1775 gebaut. Urheber von Platz und Kirche ist Fürst Wilhelm Heinrich (1718 -1768) nach dessen Tod der unvollendete Bau wegen Geldknappheit und hoher Verschuldung eingestellt wurde, bis sein Sohn und Nachfolger Fürst Ludwig (1745 - 1794) im Jahre 1775 die Vollendung und den Innenausbau betreiben konnte.
Am 25. August des Jahres 1775 wurde die Kirche am "Ludwigstage" eingeweiht und die "neue Kirche" nach dem Fürsten "Ludwigskirche" genannt, wohingegen der Platz nach dem Vater weiterhin der "Wilhelmsplatz" war.
Die Kirche mit kreuzförmigem Grundriß ist eine "Breitsaal-" oder "Querhauskirche" mit je einer Empore in den vier Kreuzarmen. Die Emporen werden von Karyatiden mit eigener Symbolaussage getragen. Der Sarkophag-Altar erzählt von Jesu Leiden und Sterben, während sich an der Kanzel Verkündigungselemente für Ostern, Auferstehung und Pfingsten, sowie für Bußpredigt, Schriftgebundenheit und Nachfolge finden.
Der auf dem Kanzeldach schwebende Engel erzählt das "Evangelium", die gute Nachricht von der Geburt des Heilandes und der Liebe Gottes an den Menschen. Über den Eingängen sind begründet auch in der Place Royale-Invention die Insignien des erbauenden weltlichen Herrschers, des Fürsten Wilhelm Heinrich zu sehen, sowie jeweils unmittelbar über der Tür eine Inschriftentafel, bzw. zwei Bildreliefs mit eigener bedeutsamer theologischer Aussage (Beständigkeit des Wortes Gottes; Weltgericht).
Die Qualität der Arbeiten ist überragend und kann berechtigt als Höhepunkt barocken Bauens verstanden werden. Ebenso die Gesamtanlage des Platzes, mit ehedem zwei städtebaulichen Achsen, die sich in der Mitte der Kirche und des Quadrums in Höhe der "gultenen Sonne und des Auges Gottes" treffen. Eine davon ist heute noch in Teilstücken erkennbar und wird durch die Wilhelm Heinrich Straße hinweg zur alten Evangelischen Kirche in St.Johann geschlagen und durch den großen Querriegelbau im Westen des Platzes (ehemals Armen-, Zucht-, Siechen- und Waisenhaus) abgeschlossen.
Die zweite Achse fand ihren Abschluß durch das Haus über quadratischem Grundriß (Palais Döben), umgeben von zwei Torbögen, auf denen die Sinnbildfiguren für die vier Jahreszeiten standen.
Die Achse selbst ging durch die Ludwigskirche über die heutige Staatskanzlei durch eine Prachtallee bis zum kleinen Lustschloß und der Parkanlage auf dem Ludwigs- berg. Nach Stengels Wunsch sollten außer dem Palais, acht weitere Häuser, von denen nur drei gebaut wurden, den Platz abgrenzen. Des weiteren umgeben vier Palais die Ludwigskirche. Die Dachgrate der Häuser und der Kirche und die heutigen schwarzen schmiedeeisernen Geländer der Palais waren in der Fürstenzeit vergoldet und wurden in der Französischen Revolution zum Teil entfernt.
Die Kirche wurde am 5. Oktober 1944 bis auf die Mauern zerstört.
Das was wir heute sehen, ist das Ergebnis einer schon mehr als fünf Jahrzehnte währenden, aber immer noch nicht abgeschlossenen Restaurierung mit dem Ziel der Wiederherstellung im Sinne der Erbauer.

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Linslerhof mit Antonius Kappelle, Überherrn

● für auswärtige Brautpaare mit entsprechender Genehmigung vom ortsansässigen Pfarrer, Kosten: keine Angabe
● Pfarrer kann organisiert werden
● Kapelle fasst ca. 40 Personen

Kontakt:
Hotel Linslerhof
66802 Überherrn
Tel: 06836- 8070
Fax: 06836- 80717
Internet: www.linslerhof.de

Kurzbeschreibung
Linslerhof mit Antonius Kappelle
Der Linslerhof befindet sich seit hunderten von Jahren im Besitz der Familie von Boch. Hier, umgeben von alten Sandsteinmauern, hat Brigitte von Boch mit viel Liebe eine Gutshaus- Idylle geschaffen, mit 60 Zimmern, zwei Restaurants, einem Festsaal, fünf Seminarräumen und einer Beautyfarm.
Die Antonius- Kapelle auf dem Linslerhof wird schon 1153 als Wallfahrtskapelle beschrieben. Altar, Inneneinrichtung und Dachkonstruktion werden Josef und Andreas Guldner aus Bisten zugeschrieben.◊ ◊ ◊
Wendalinusbasilika, St. Wendel

auch für auswärtige Brautpaare mit entsprechender Genehmigung vom ortsansässigen Pfarrer, Kosten: keine Angabe
Pfarrer kann organisiert werden
für ca. 250- 300 Personen

Kontakt:
Kath. Pfarrgemeinde St. Wendelin und St. Marien
Tel.: 0 68 51 / 24 64
Tel.: 0 68 51 / 24 64
Fax: 0 68 51 / 8 50 99
E- mail: info@sankt-wendelin.de; wendelinus-wallfahrt@sankt-wendelin.de
Kurzbeschreibung
Die Wendalinusbasilika in St. Wendel
In Folge der Wendalinusverehrung, die im 11./12. Jh. ihren Höhepunkt erreichte, begann man im 14. Jh. mit der Errichtung der Basilika im spätgotischen Stil. Treibende Kraft war der Kurfürst Balduin von Trier, der 1327 St. Wendel erwarb und die Stadt zu einem wirtschaftlichen und kulturellen Zentrum ausbauen wollte. Über die Grundsteinlegung ist nichts bekannt. 1360 wurde zunächst der Ostchor fertiggestellt. Dieser wurde als eigenständiger Kirchenraum genutzt. Als Zugang zum Speicher diente das "Gänsetürmchen", so genannt wegen der Martinsgans, die seine Spitze ziert. Die Zugangstür ist noch im Ostchor zu sehen. Um das Jahr 1400 wurde mit dem Bau der westlichen Turmanlage begonnen. Erst Mitte des 15. Jh.erfolgte die Errichtung des Mittelschiffes. 1465 wurde die südliche Vorhalle angebaut, die als Versammlungsraum des kirchlichen Sendgerichts diente.
Sehenswert in der Kirche sind die Steinkanzel, eine der wenigen, die es in Deutschland gibt, sowie das Hochgrab, das die Lade mit den Gebeinen des hl. Wendalinus enthält. Pilger gingen unter diesem Grab hindurch.
In der Mitte des Chores steht die Tumba des hl. Wendelin, um 1400 entstanden. Das bedeutenste Kunstwerk ist das Heilige Grab aus der Zeit um 1480. An den Wänden der Seitenschiffe stehen Barockfiguren, die die Zunftheiligen darstellen. Das Chorgestühl stammt aus dem 18. Jh. Die Stumm’sche Orgel ist datiert auf 1792 und verfügt über 53 Register.
Der hl. Wendalinus ist Schutzpatron von Vieh und der Umwelt.
Die Kirche wurde 1960 von Papst Johannes XXIII zur "Basilika minor" erhoben.
Die Kirche ist 52 m lang und 17 m hoch (Mittelschiff). Die Turmhöhe beträgt 69 m.

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Benediktinerabtei Tholey , Tholey

● auch für auswärtige Brautpaare, mit entsprechender Genehmigung vom
● ortsansässigen Pfarrer, Kosten: keine Angaben
● Pfarrer vorhanden
● für ca. 300 Personen

Kontakt:
Benediktinerabtei St. Mauritius
66636 Tholey
Telefon: 06853- 91040
Fax: 06853- 922670
E- mail: AbteiTholey@t-online.de
Internet: www.abtei-tholey.de

Benediktinerabtei Tholey

frühgotische Architektur, Oberlinger Orgel, Ausstellung im Kreuzgang des Klosters mit Funden aus der römischen Epoche.

Kleine Zeittafel zur Geschichte der Abtei Tholey634 - In der ältesten Urkunde der Rhein- und Mosellande- dem Testament des fränkischen Adeligen Adalgisel Grimo wird u. a. von dessen Eigenkirche in Tholey berichtet. Diese wurde in den Ruinen einer römischen Badeanlage (2./3. Jh. nach Chr.) eingerichtet. Bereits im frühen 7. Jahrhundert begann in Tholey monastisches Leben. Nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen (Prof. Dr. F Staab) ist die Abtei Tholey das älteste deutsche Kloster.

Mitte 8. Jh. - Erweiterung der 1. Tholeyer Kirche um ein Chorgeviert.853 - Im Testament der Erkanfrida wird ein "monasterium" in Tholey erwähnt.

1066 - Beisetzung des Kölner Domprobstes und späteren Trierer Erzbischofs Kuno v. Pfullingen in Tholey.

ab 1216-Spätromanische Renovierung der Abteikirche.

um 1230 - Zerstörung der Kirche durch Brand. Der Konvent muss die Abtei verlassen und sucht in Oppenheim um gastliche Aufnahme.

1236 - Kirchenneubau, der noch vor der Vollendung durch Brand vernichtet wird.

1264 -1320 - Errichtung der heutigen gotischen Abteikirche.

15. Jh., spätes 15. u. frühes 16. Jh. - Mehrere Brände im Kloster sind Anlass für Bauarbeiten an den Klostergebäuden. Insbesondere wird der Kreuzgang wiederhergestellt.

1722/25 - Neues Dormitorium (Schlafsaal) nach den Plänen des Architekten Pierre le Noir (1722 -1725).

1794-Aufhebung des Klosters.1949-Wiedereinrichtung des Klosters. Seitdem dient die heutige Kirche als Abtei- und Pfarrkirche.

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Wallfahrtskloster Blieskastel mit Kapelle, Blieskastel

● auch für auswärtige Brautpaare, mit entsprechender Genehmigung vom ortsansässigen Pfarrer,
● Pfarrer vorhanden
● Kappelle ca. 40 Personen, Kirche ca. 300 Personen

Kontakt:Wallfahrtskloster der Kapuziner Klosterweg
Pater Michael Tubec
Tel.: 06842/2323

Kontakt: für Bilder bzgl. Wallfahrtskloster:
Stadt Blieskastel, Herr Kurt Legrum Tel. 06842- 926143 oder Tel. 06842- 241

Kurzbeschreibung

Das Wallfahrtskloster der Kapuziner und die Heilig-Kreuz-Kapelle


Die Kapelle steht auf dem Han, einer Anhöhe über dem Bliestal. 1682/83 entstand durch "Meister Thomas Gampfer" (Camper) - an Stelle einer kleineren Kapelle - der heute noch stehende flachgedeckte Saalbau mit dreiseitigem Schluss. Bauherren waren die in Koblenz regierenden Freiherren Carl Caspar und Damian Adolph von der Leyen, deren Wappen noch das Portal ziert. Bauaufsicht übte als eifriger Förderer der Kapelle der Leyensche Amtmann Johann Simon Rosinus aus. Ein im Jahre 1685 angelegtes Stiftungsbuch enthält als Spender - neben verschiedenen Familienmitgliedern des Leyenschen Hauses - Eintragungen aus allen Bevölkerungsschichten der näheren und weiteren Umgebung. "Zur vermehrten Einpflanzung christlich katholischer Andacht der Untertanen" wurden auf dem Vorplatz eine Kreuzigungsgruppe mit den Schächern und die "sieben Fußfälle" aus dem Kreuzweg Christi, sowie der Stationen der Sieben Schmerzen Mariens und ein Heiliges Grab errichtet. Ein Säulengang bildete den Abschluss der Gesamtanlage.
Der besondere Anziehungspunkt war eine Kreuzreliquie in der Kapelle. Der Schmuck im Kapelleninnern, besonders der sehr farbige Deckenstuck, der erst 1966 bei Renovierungsarbeiten wieder entdeckt wurde, bezog sich ganz auf die Kreuzwallfahrt. Die Wallfahrtstage waren der 3. Mai und 14. September, die Tage der Kreuzauffindung und Kreuzerhöhung. 1692 erschien von Pfarrer Karl Desiderius Royer in Homburg ein Wallfahrtsbüchlein zu Ehren des heiligen Kreuzes mit dem Titel "Die glorreiche Erhöhung des Heiligen Kreuzes". Bald kamen wegen der Stationen der Sieben Schmerzen Mariens noch der Schmerzensfreitag vor Palmsonntag als besonderer Wallfahrtstag hinzu. Die Gottesdienste besorgten eigene Kapläne, ab 1775 die Franziskaner.

Die Wallfahrt fand durch die Französische Revolution ihr Ende. Die Kapelle wurde geplündert, die Inneneinrichtung - so auch die Kanzel von J. Madersteck - vernichtet und der Raum als Pulvermagazin verwendet. An den Portalsäulen sind noch Inschriften von französischen Soldaten aus diesen Jahren zu erkennen. Auch die Kreuzigungsgruppe wurde beschädigt.

Ab 1804 hielten die Franziskaner wieder Stationsandacht; der hiesige Apotheker Mehler ließ vom Bildhauer Matthias Weysser die Kreuzigungsgruppe nach altem Vorbild wieder herstellen. Die beiden Schächerkreuze von 1685, denen 1688 durch Soldaten Arme und Beine verstümmelt wurden, waren noch erhalten und wurden gleichfalls restauriert. Sie gelten als die einzigen Großplastiken des 17. Jahrhunderts im Saarland. Die Kreuzwegstationen in einer halboffenen Säulenhalle stammen aus dem Jahre 1857. Sie ersetzen die zerstörten "Sieben Fußfälle". 1829 kam das Gnadenbild "Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen" in die Kreuzkapelle.

1924 holte Bischof Ludwig Sebastian Kapuziner aus der bayerischen Ordensprovinz zur weiteren seelsorgerischen Betreuung nach Blieskastel. Schon ein Jahr später wurde nach den Plänen des Architekten H. Herkomer mit dem Bau der Klosteranlage begonnen und 1929 zu Ehren der "Schmerzhaften Mutter" konsekriert. In den angrenzenden Grünanlagen, die zum Spazieren gehen und zum Verweilen einladen, befinden sich figürliche Gruppendarstellungen des einheimischen Bildhauers Karl Riemann. Darunter befindet sich auch die bildliche Darstellung der Geschichte der

Pfeilen-Madonna: "Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen".

Nach der Klostertradition von Gräfinthal wird berichtet, dass im Mittelalter marodierende Soldaten auf dem "Brudermannsfeld" bei Bebelsheim einen Eremiten überfallen haben, der ein Vesperbild verehrte. Die vagabundierende Soldateska beschoss die Marienstatue. Die Pfeile blieben in dem Holz des Schnitzwerkes stecken. Aus den Wunden floss Blut, mit welchem die Gräfin Elisabeth von Blieskastel († 1273) ihre kranken Augen benetzte und damit heilte. Aus Dankbarkeit ließ sie der Sage nach in der Mitte des 13. Jahrhunderts im nahen Letschenbachtal ein Kloster gründen und dort das wundersame Vesperbild aufstellen. Betreut wurde das Kloster von den Wilhelmiten. Während der Auflösung des Klosters 1785/86 kam diese 80 cm hohe und 47 cm breite Statue aus Eichenholz mit den Wilhelmiten nach Blieskastel. Kurz nach der Überführung hatte die regierende Gräfin Marianne von der Leyen ihr eine kleine "silberne, viel vergoldete Krone" mit der Umschrift: "Offert à la Ste. Vierge par la Cte de Leyen et de Hohengeroldseck, née Baronesse de Dalberg, l´année 1787" gestiftet.

Als 1794 die Frauen von Bliesmengen die Rückführung der Pfeilenmadonna forderten, ließ die Ausleerungskommission der Französischen Republik - in der Erkenntnis, aus dieser Situation Kapital schlagen zu können - die Muttergottes aus Gräfinthal zur Versteigerung ausrufen. Hierbei hatten "die Jungfern von Blieskastel" diejenigen von Bliesmengen "mit hundert Gulden samt den darauf ergangenen Kosten mit fünfundzwanzig Gulden überboden".

Mit den Jahren geriet dieses Vesperbild immer mehr in Vergessenheit, 1829 wurde es aus der Pfarrkirche entfernt und in der Hl. Kreuzkapelle auf dem Han abgestellt. In Mäntel und Schleier gehüllt, fristete es auf einer hohen Konsole sein Dasein. Erst Anfang des Jahres 1911 wurde diese alte Pieta aus dem 14. Jahrhundert sozusagen wiederentdeckt. Der Blieskasteler Geistliche Rat Adam Langhauser ließ die Pfeilenmadonna von Münchener Sachverständigen auf ihre Echtheit und kunsthistorische Bedeutung untersuchen. Nach der Restaurierung wurde die Pfeilenmadonna im März 1913 auf dem Altar der Kreuzkapelle neu aufgestellt und damit eine alte Wallfahrtstradition wiederbelebt. 1924 wurden die Kapuziner nach Blieskastel berufen. Ihnen wurde auch - basierend auf einer Entscheidung des Papstes - zugesichert, "dass sich das Gnadenbild zu Recht in Blieskastel befindet und fernerhin daselbst zu verbleiben hat".

Blieskastel ist wegen der Pfeilen-Madonna "Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen" ein bedeutender Wallfahrtsort im Bistum Speyer.
(Lg.)

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Ab dem Jahr 2013 sind im Saarland jährliche Events im Rahmen der
"Weddingparadises.com Wedding Planning World Championship"
geplant. Details werden schnellstmöglich veröffentlicht.

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