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Hochzeitsparadiese Mistelbach

Auf Entdeckungsreise nach dem verschollenen Meer und den Schätzen des fruchtbaren Bodens im Weinviertel
Das Weinviertel steht für Hügel wie wogende Wellen, lang gezogene Weingärten und ertragreiche Äcker. Die fruchtbare Erde ist im Weinviertel allgegenwärtig: Schon vor Jahrtausenden fanden Menschen hier optimale Bedingungen vor und ließen sich nieder. Noch heute zeugen 7000 Jahre alte Ausgrabungen von diesen Anfängen der Kultur in der ältesten bäuerlichen Kulturlandschaft Mitteleuropas.
Der Ursprung des Weinviertels liegt im Meer
An Orten wie Stetten oder Maissau sind die Geschichten, von denen die Funde im Boden erzählen, viel älter als die der ersten Besiedlungen: Vor rund 17 Mio. Jahren waren große Teile des heutigen Weinviertels ein tropisches Meer. Als es sich zurückzog, hinterließ es seine Spuren, die bis heute die Natur beeinflussen: Besucher bestaunen heute in Stetten die größte versteinerte Austernbank der Welt, besichtigen den Schaustollen der Amethystwelt Maissau oder finden Kalkfossilien von Muscheln im Naturpark Leiser Berge.
Das Wasser entfaltet seine Kraft heute heimlich
Das Wasser wird im Weinviertel nur an den Grenzen sichtbar. Im Osten grenzt das Weinviertel mit dem Fluss March an die Slowakei, im Norden an Böhmen (Tschechien). Im Süden bilden der Wagram, die Donau und das Marchfeld die Grenze zum Mostviertel und Industrieviertel. Im Westen stellt der Manhartsberg die Abgrenzung zum Waldviertel dar. Das Wasser spielt jedoch die heimliche Hauptrolle, steckt es doch im fruchtbaren Boden und liefert so optimale Bedingungen für den Wein und die zahlreichen Früchte. In Laa sprudelt es in Form von 42 Grad warmen Thermalwasser an die Oberfläche, wo es seine wohltuenden Kräfte entfaltet.

Das Weinviertel ist voller Spuren der ersten sesshaften Menschen
Der fruchtbare Boden hat die Menschen schon vor einigen tausend Jahren in die Region gezogen. Ihre Spuren sind bis heute lesbar, zum Beispiel in steinzeitlichen Kreisgräben – nirgendwo in Europa sind diese alten Monumentalbauten so häufig wie im Weinviertel – nehmen es locker mit Stone-Henge und den Pyramiden auf und geben der Wissenschaft noch immer Rätsel auf. Im Museum für Urgeschichte in Asparn an der Zaya fühlen sich die Besucher in den Nachbauten von Behausungen der Steinzeit zurückversetzt in den Alltag eines Mammutjägers.
Mittelalter und bäuerliche Kultur mit allen Sinnen erleben
Fast schon modern mutet dagegen das Museumsdorf in Niedersulz an, wo Orginalbauten aus ganz Niederösterreich zusammengetragen und originalgetreu wiederaufgebaut wurden. Das Dorf vermittelt das romantische Lebensgefühl vor der Industrialisierung, Feste lassen die alte Zeit wieder aufleben. Das Mittelalter spiegelt sich in Eggenburg, deren mächtigen Stadtmauern beinahe vollständig erhalten sind, wieder.
Der Ursprung der Liechtensteiner findet sich im Weinviertel
Der fruchtbare Boden und das milde Klima brachten seinen Bewohnern viel Reichtum, viele Adelige ließen sich hier nieder. Die Dichte an Schlössern und Gutshöfen zeugt bis heute davon. Klöster dagegen findet man in dieser Gegend wenig, die Adeligen beanspruchten das Gebiet für sich. Unter anderen kann die Familie Liechtenstein, deren barockes Stammschloss in Wilfersdorf bei Mistelbach zu finden ist, ihre Herkunft bis ins Weinviertel zurückverfolgen. Berühmt ist auch der Heldenberg, wo Feldmarschall Radetzky begraben liegt.
Moderne Kunst und Nonsens im Weinviertel
Von seiner modernen Seite zeigt sich das Weinviertel im Museumszentrum Mistelbach, das zwei Museen beherbergt – das Hermann Nitsch Museum und das Museum Lebenswelt Weinviertel. Im „verruckten“ Dorf Herrnbaumgarten stellt der Verein zur Verwertung von Gedankenüberschüssen mehr oder wenige sinnvolle Erfindungen aus, „die das tägliche Leben erleichtern“.

Weitere Informationen:
Weinviertel Tourismus GmbH
Kolpingstraße 7
2170 Poysdorf
+43 2552 35 15 - 19, Fax - 14
www.weinviertel.at
Fotonachweis:
- Weinviertel1: Die Weite des fruchtbaren Landes öffnet den Blick und macht empfänglich für die Lust am Augenblick. © www.weinviertel.at/Mödl
- Weinviertel2: Hügel wie wogende Wellen, lang gezogene Weingärten und fruchtbare Äcker, die am Horizont auf- und wieder abtauchen: Das Weinviertel lädt dazu ein, einen Takt herunter zu schalten. © www.weinviertel.at/Lammerhuber


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